Paar- und Gruppenhaltung bei Hamstern
Gepostet in Allgemein, Gruppenhaltung | 1 Kommentar
Erst heute erreichte mich wieder ein Kommentar von einer Blogleserin, die mich auf einen etwas älteren Artikel aufmerksam machte, in dem noch steht, dass ALLE Hamster Einzelgänger sind. Diese Aussage ziehe ich natürlich zurück und muss hier nochmals erwähnen, dass leider auch ich der weitverbreiteten Meinung war, dass eben ALLE Hamster Einzelgänger wären. Da man auch oft in den Zoohandlungen falsch beraten wird, in Büchern oder auf einigen Websiten nicht artgerecht aufgeklärt wird, habe auch ich am Anfang einige Fehler in der Hamsterhaltung gemacht.
Wie ich bereits schon im Beitrag zu “Einzel-, Paar- oder Gruppenhaltung” erwähnt habe, dass man bei Campbell Zwerghamster sehr gute Chancen auf eine erfolgreiche Paar- oder Gruppenhaltung hat, hat mich heute Lena, eine Leserin des Blogs darauf aufmerksam gemacht, dass auch Roborowski Zwerghamster sehr soziale Tiere sind und bei etwas Glück auch super in kleinen Familiengruppen gehalten werden können.
Hier ein kurzer Auszug aus dem Kommentar:
“Ich habe gerade gelesen, dass du schreibst ALLE Hamster seien Einzelgänger. Dies stimmt doch so gar nicht.
Campbells gelten als sehr sozial und können super in Paar- oder Kleingruppenhaltung gehalten werden, genauso wie Roborowskis doch eher in kleinen Familiengruppen leben. Das dafür etwas Erfahrung nötig ist und Neulinge vielleicht besser mit einem Einzelgänger anfangen, sollte nicht unerwähnt bleiben, doch grundsätzlich Zwerghamster als Einzelgänger hinzustellen finde ich nicht richtig und wird den sozialen Unterarten nicht gerecht.”
Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für diesen Hinweis Lena!
Somit möchte ich hier einen kleinen Aufruf starten:
Mich würde interessieren was ihr für Erfahrungen in der Hamsterhaltung bezüglich Einzel-, Paar- oder Gruppenhaltung gemacht habt und natürlich auch mit welcher Rasse. Es wäre schön, dazu von euch einen Kommentar zu erhalten oder mir einfach eine Email zu schicken (gerne auch mit Bildern eurer kleinen Truppe
), die dann auch veröffentlicht werden! So können wir gemeinsam dazu beitragen, gegen diese weitverbreitete Meinung vorzugehen und eben auch von positiven Erlebnissen berichten.
Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps! ![]()
Das könnte Sie auch interessieren:
1 Kommentar
Einen Kommentar schreiben Antworten abbrechen
Kategorien
- 1. Vor dem Kauf
- 2. Erstausstattung für Hamster
- 3. Eingewöhnung
- 4. Haltung
- 5. HamsterPflege
- 6. Ernährung
- 7. Krankheiten
- Allgemein
- Bastelanleitungen
- Bildergalerie
- Buchempfehlungen
- Chinesischer Zwerghamster
- Deine Hamstergeschichte
- Dsungarischer Zwerghamster
- Etwas zum staunen
- Gruppenhaltung
- Meine Gastartikel
- Roborowski Zwerghamster
- Serie: Beratung in Tierhandlungen
Letzte Kommentare
- phil bei Die drei Gewinner des Hamsterratgebers “Hamsterheime mit Pfiff”
- Nadine bei Hamsterbuch Verlosung: Die Teilnehmer-Hamsterfotos
- spikeside Deutschland - artgerechte Hamsterhaltung und Nachrichten bei Hamsterbuch Verlosung: Die Teilnehmer-Hamsterfotos
- Melanie bei Hamsterbuch Verlosung: Die Teilnehmer-Hamsterfotos
- Tanja bei Hamsterbuch Verlosung: Die Teilnehmer-Hamsterfotos









Hallo,
wir haben langjährige Erfahrung in der Haltung von Campbell- und Roborowski-Zwergen.
Robos sind zwar soziale Tiere, aber doch nicht unproblematisch. Lange Zeit geht es mit der Gruppenhaltung bei Robos (gleichgeschlechlich, Pärchen) gut und dann kann es aus dem Nichts heftigsten Streit bis zur übelsten Beißerei mit tödlichem Ausgang geben. Das ganze passiert ohne Ereignisse im Vorfeld. Abends schlafen die Kleinen noch süß beisammen, am nächsten Morgen oder am Abend nach der Arbeit haben die sich gefetzt. Erkennbare Gründe gibt es da nicht. Da hilft es auch nicht, ein Notfallbecken bereitzuhalten. Wenn es zum Einsatz kommen könnte, ist es oftmals schon zu spät.
Gut klappt es z.B. mit Mutter und Töchtern, das haben wir mehrfach ausprobiert.
Wir haben deshalb die Konsequenzen gezogen und halten keine Robos mehr in der Gruppe. Wenn Notfellchen anklopfen, nehmen wir diese natürlich auf und versuchen sie zu vermitteln, in der Gruppe allerdings nur, wenn es sich um erfahrene Hamsterhalter handelt.
Campbell-Zwerghamster sind in Sachen Vergesellschaftung am genügsamsten. Am unproblematischtsten sind Wurfgeschwister (gleichgeschlechtlich), Mütter mit Töchtern, Väter mit Söhnen, wenn die VG in einem Alter der Söhne stattfindet, in dem die Kleinen noch nicht geschlechtsreif sind.
Gleichgeschlechtliche Babies aus verschiedenen Würfen zusammenzusetzen funktioniert, es kann aber zu Problemen kommen, wenn die Kleinen geschlechtsreif werden.
Die VG von Pärchen macht meistens auch keine Probleme, auch wenn es da zu heftigem Gezeter kommen kann. Das Weibchen wird hierbei zum Männchen gesetzt, ansonsten verteidigt sie ihr Revier und verkloppt den Kerl. Wenn sie sich im Revier des Männchen befindet, läuft er ihr hinterher. Irgendwann verschwindet sie in seinem Häuschen und schmeißt ihn für längere Zeit raus. Er versucht ständig hineinzukommen, was irgendwann dann auch gelingt. Dann ist die Sache gelaufen.
Erwachsene Tiere zu vergesellschaften ist deutlich problematischer. Bei Männchen kann das funktionieren, wenn beide noch kein Weibchen beglückt haben. Erwachsene Weibchen passen fast nie zusammen bzw. lassen auch keine Jungtiere anderer Mütter zu.
Ansonsten streben wir grundsätzlich an, dass kein Hamster alleine wohnt. Das gelingt nicht immer, umso mehr Liebe und Zuneigung brauchen diese dann durch den Menschen. Da ergeben sich erstaunliche Anhänglichkeiten durch die Kleinen.
Grundsätzlich gilt bei jeder Vergesellschaftung: Wenn sich Tiere wirklich nicht mögen, haben die sich binnen 15 Sekunden in der Wolle.
Dennoch werden wir bei Clamazis Campbellwelt nicht von unserer Maxime abgehen, nach Möglichkeit die Gruppenhaltung anzustreben.
LG
Claudia & Mark